SCHKOLA – Das Konzept

Vorwort

Das Wort SCHKOLA stammt aus dem Slawischen und bedeutet SCHULE. Mit diesem Namen haben die Gründer ihrem Anspruch auf eine neue Schulform, im slawisch geprägten Dreiländereck Deutschland (Ostsachsen) – Polen – Tschechien, Ausdruck verliehen. Eine neue Schule war das Ziel, anders sollte sie sein, verbunden mit der Wirtschaft und den Nachbarn, WELTOFFEN und FREI.
Aus der Idee ist mittlerweile eine in der Region fest verwurzelte Institution geworden. An vier Standorten (Lückendorf, Ostritz, Hartau und Ebersbach-Neugersdorf) ist unser Bildungsträger präsent. Hinzu kommt Jonsdorf, wo die schkolaeigene Bildungs- und Begegnungsstätte angesiedelt ist.

Alle SCHKOLA-Einrichtungen befinden sich in unmittelbarer Grenznähe. Oft ist es nur ein Katzensprung bis zum nächsten Grenzübergang. Die Option des Grenzübertrittes betrachten wir als Chance und Verpflichtung zugleich, um miteinander die Region zu gestalten. Daher arbeiten alle SCHKOLA-Einrichtungen eng zusammen und bilden gemeinsam mit den Partnereinrichtungen in den Nachbarländern den SCHKOLA –Schulverbund.

Heute ist die SCHKOLA Lern- und Lebensort für viele Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, von der Kindertagesstätte bis zum Abitur. Hier erwerben sie interkulturelle Kompetenzen. Die SCHKOLA ist für alle offen, unabhängig ihrer Herkunft und ihrer religiösen Prägung.

Unter dem Motto: „Voneinander lernen – Miteinander leben“ ist es unser beständiges Ziel, die SCHKOLA zu einem Ort des Wohlfühlens zu machen, da sie sich nicht nur als Lern- sondern auch Lebensort versteht. Diese Einladung richtet sich auch an Kinder mit Handicap, die unsere Einrichtungen besuchen. Gelebte Inklusion fördert die Sozialkompetenz, die eine Grundlage des Lernens ist. Damit ermöglichen wir eine freie Entfaltung der Persönlichkeit, die sich im Team einordnen kann und dennoch eigene Akzente zu setzen weiß. Denn es gilt: Jeder hat Stärken! So entstehen neue Ideen und Ergebnisse bzw. Erfolgserlebnisse werden erzielt, die immer wieder für Erstaunen sorgen, befördert durch regelmäßiges selbständiges Arbeiten.

Unser Ansatz orientiert sich an der natürlichen Lust des Kindes am Lernen. Dabei bilden innerhalb der SCHKOLA die sächsischen Lehr- und Bildungspläne die Grundlage. Es geht jedoch nicht primär um lehrplanrelevantes Lernen, sondern um Lernen zum Leben. Daher verstehen sich die für diesen Prozess verantwortlichen Personen als Lernbegleiter. Das Ziel für jeden einzelnen Lernenden ist der Erwerb von Lebenstüchtigkeit, die vor allem in der Region von Bedeutung ist, sich jedoch auch andernorts zu bewähren weiß.
Auch die SCHKOLA-Eltern, die sich mit großem Engagement für die Belange der Schulen und der Kindertagesstätte einsetzen, und unterstützen, wenn Hilfe gebraucht wird, sind ein fester Bestandteil. Die Fördervereine an den einzelnen Standorten bilden dafür die Plattform. Aber auch bei Schwierigkeiten oder atmosphärischen Störungen ist der Draht zwischen Lernbegleitern und Eltern kurz, sodass Irritationen zeitnah besprochen und beseitigt werden können.

Die SCHKOLA versteht sich als Lebensraum, der mit Lernen und Anspannung auch Erholung und Entspannung bietet. Dazu gehört auch gesundes Essen. In der SCHKOLA wird selbst gekocht und die Kinder und Jugendlichen werden einbezogen.
Unser Ziel ist es, an der Entwicklung von Menschen mitzuwirken, die sich ihrer regionalen Wurzeln bewusst sind. Wir wollen sie mit gesundem Selbstvertrauen ausstatten, das es ermöglicht die anstehenden Dinge anzupacken und zu gestalten, egal an welchem Ort.

Ein wichtiger Hinweis, beim Lesen in der hier vorliegenden Konzeption, sei noch gegeben: Da unsere Einrichtungen pädagogisch vom Kleinkindalter bis zum Erwachsenenalter tätig sind, beziehen sich die Informationen nicht in jedem Falle immer auf alle Altersgruppen, sondern sind differenziert zu betrachten.

Anmerkung des Redaktionsteams: Aus Gründen der Lesbarkeit wurde in dem folgenden Texten nur die männliche Form verwendet wird, Mädchen, Frauen und Schülerinnen sind aber selbstverständlich mit inbegriffen.

Voneinander lernen Miteinander leben

  • Die SCHKOLA versteht sich als Gemeinschaft, in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen leben und voneinander lernen.
  • Wir lernen ganzheitlich mit Kopf, Herz und Hand
  • Seit 1993 wächst unsere Gemeinschaft, aus der sich die SCHKOLA-Pädagogik entwickelt.
Voneinander lernen Miteinander leben

1. Kinder ab dem ersten Lebensjahr lernen bei uns und werden von Menschen verschiedener Generationen begleitet.

Die SCHKOLA ist eine Gemeinschaft, in der Kinder und Jugendliche von Erwachsenen unterschiedlichen Lebensalters vom Schülerpraktikanten bis zur/zum „Bauoma/ Leseopa“ begleitet werden.
Die SCHKOLA ermöglicht eine Bildungslaufbahn vom Kleinkindalter bis zum Erwachsenenalter. Als Bildungseinrichtungen stehen die Kindertagesstätte, die Grundschule sowie die weiterführenden Schulen mit Ganztagsbetreuung zur Verfügung.
Die Atmosphäre ist geprägt von einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Kindern, Eltern und Lernbegleitern. Dadurch können wir auch zeitnah und offen mit Konflikten umgehen. Jede Einrichtung hat einen eigenen Förderverein, in dem Eltern, Großeltern und Freunde der SCHKOLA Mitglied werden können. Er vertritt die Interessen der Eltern.

2. Wir leben einen sich-achtenden Umgang.
Jeder wird in seiner Individualität respektiert und ernst genommen. Dazu ist ein vertrauensvolles Miteinander mit Respekt und Achtung voreinander notwendig. Das gegenseitige Ansprechen mit „Du“ unterstützt diesen Prozess. Aufgestellte Regeln und vermittelte Werte und Rituale sind die Grundlage für einen gleichwertigen Umgang.

3. SCHKOLA ist offen für alle, unabhängig von Stärken und Schwächen.

Das Erleben und Verstehen von Unterschieden beim gemeinsamen Lernen von Jung und Alt, von Deutschen, Tschechen und Polen, von Behinderten und Nichtbehinderten und von leistungsstarken sowie leistungsschwächeren Kindern und Jugendlichen ist Normalität des Lebens und Lernens in der SCHKOLA. Offene und differenzierte Lernangebote ermöglichen die individuelle Förderung von allen Kindern . Dabei arbeiten wir mit staatlichen Institutionen (Sächsische Bildungsagentur, Sozialamt, Jugendamt) eng zusammen. Gleichfalls pflegen wir eine Kooperation mit der Förderschule für geistig Behinderte des Diakoniewerkes Oberlausitz e. V.

4. Wir lernen, leben und arbeiten in altersgemischten Gruppen.

Das Leben und Lernen in der SCHKOLA erfolgt bewusst in altersgemischten Lerngruppen. Die Zusammensetzung der Gruppen ist standortbezogen und daher verschieden. Die altersgemischte Lerngruppe „schafft ein stabiles Umfeld für eine individuelle Entwicklung mit dem Ziel, dass jedes Kind seine Höchstgrenze erreichen kann. Und die muss im Einzelfall weit über irgendeiner festgelegten Norm liegen dürfen – aber auch weit darunter.“ (Christiani Hrsg., 2006, S. 55). Das erfordert eine binnendifferenzierte Arbeitsweise. Innerhalb einer (Lern-) Gruppe folgen die Kinder in verschiedenen Etappen rotierend von „jung“, „mittel“ bis „alt“ und lernen dabei immer mehr Verantwortung für sich, sowie für die Gruppe zu übernehmen. Dazu gehören das gegenseitige Erklären von Sachverhalten in altersgemäßer Sprache und das damit verbundene Festigen von Wissen und Können. Die altersgemischten Lerngruppen ermöglichen fließende und optionale Übergänge in die nächsthöhere Stufe, abhängig vom Entwicklungsstand des Kindes. Kinder, die in die (Lern-) Gruppe neu hinzukommen, werden von einem Paten aufgenommen, betreut und an die räumlichen und methodisch-didaktischen Strukturen herangeführt. Dies gilt auch für das Einarbeiten neuer Kollegen.

5. Zur Umsetzung des SCHKOLA-Konzeptes bringen unsere Teams vielseitige Qualifikationen und Fertigkeiten mit.

Das SCHKOLA – Konzept ist nicht in Oberlausitzer Granit gemeißelt! Es orientiert sich an Kindern und Eltern sowie an gesellschaftlichen Veränderungen.
Jedes pädagogische Team setzt sich aus Lehrern und/oder Erziehern, Sozial- und Heilpädagogen, Heilerziehungspflegern, Ergo-, Kunst- und Lerntherapeuten zusammen, die als Lernbegleiter bezeichnet werden und wird durch ein Serviceteam an jedem Standort ergänzt.
Unsere Mitarbeiter bilden sich kontinuierlich weiter, Zusatzqualifikationen werden gefördert und dem Bedarf angepasst.
Um eine Vielfalt an Impulsen für die Entwicklung geben zu können, arbeiten wir mit externen Fachkräften aus Kunst, Handwerk, Medizin, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.

6. Entwicklungsfortschritte werden individuell eingeschätzt.

Gemeinsam mit den Eltern und den Kindern führen die Lernbegleiter der SCHKOLA mindestens einmal im Jahr ein Entwicklungsgespräch durch. Dies dient zur Reflexion der Kompetenzentwicklung in den verschiedenen Bereichen, sowie zur Zielsetzung für die weitere Entfaltung.
Grundlage für die Gespräche sind in der Kindertagesstätte das Portfolio und in der Schule die Entwicklungsberichte[1]. Diese dienen gleichfalls der Empfehlung zur Schullaufbahn und Berufswahl.
Lernberichte werden zum Ende des Halbjahres und Schuljahres erstellt. Kinder und Eltern ab der Oberstufe haben die Möglichkeit, anhand einer Aufgaben- und Leistungsübersicht unter www.schkola.de sich stets zu informieren.
Im Hinblick auf die Prüfungen in der Oberstufe, gibt die Ziffernbewertung eine Orientierung hinsichtlich des Leistungsstandes.

 7. Die sächsischen Bildungs- und Lehrpläne sind inhaltlich Grundlage der offenen Arbeit in der SCHKOLA.

Wir fördern selbständiges Lernen auf der Grundlage des Sächsischen Bildungs- und Lehrplanes durch die Arbeit mit Wochenplänen von der Kita bis zur Mittelstufe, sowie ab der Oberstufe mit Fachplänen und Seminaren. Damit sichern wir die geforderten Kompetenzen (Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Soziale Kompetenz, Selbstkompetenz). Durch Lernzielübersichten ab der Mittelstufe wird der Lehrplan transparent für Kinder und Eltern.
Den Kindern stehen Zeiten zum selbstständigen interessengebundenen Arbeiten (Freiarbeit, Wochenplanzeit, Studienzeit) zur Verfügung. In diesen Phasen können sie den Inhalt, die Zeit, die Sozialform[2], den Raum und die Methoden selbstständig wählen. Nach Bedarf findet in allen Altersgruppen auch Förderung einzeln oder in Kleingruppen statt. Die Schüler ab Klasse 7 erhalten ihre Aufgaben und Bewertungen entsprechend ihres angestrebten Abschlusses und Leistungsvermögens in verschiedenen Niveaustufen (b=besondere Förderung, g=Grundniveau für Hauptschulabschluss, m=mittleres Niveau für Realschulabschluss, e=erweitertes Niveau für das Ablegen des Abiturs). Diese können unabhängig hinsichtlich der Fächer variieren, um besondere Fähigkeiten zu fördern.
Bei der Arbeit mit den sächsischen Bildungs- und Lehrplänen strebt die SCHKOLA eine generelle lehrplanübergreifende und fächerübergreifende bzw. fächerverbindende Umsetzung an, um dem „Schubladendenken“ entgegenzuwirken und das Lernen in Zusammenhängen zu aktivieren. Die SCHKOLA setzt dabei besondere Schwerpunkte, für die eigens Lehrpläne entwickelt wurden, welche anerkannt und somit prüfungsrelevant sind.

a) Schwerpunkt Praxis-, Berufs- und Studienorientierung: Als Grundlage wurde ein eigener Lehrplan zum Fach PRAXISUNTERRICHT (PU) mit Prüfungspflicht erarbeitet.

b) Schwerpunkt Kunst und Musik sowie Geschichte und Geografie im Abschlussjahrgang Klasse 10 der Mittelschule: In der SCHKOLA werden alle vier Fächer weiter unterrichtet und als sogenannte Kombifächer Dazu wurden Lehrpläne – Kunst/ Musik (KU/MU) und Geografie/ Geschichte (GEO/G) – entwickelt. Beide Kombifächer sind auch mündliche Wahlprüfungsfächer.

c) Für den Schwerpunkt Nachbarschaft und Sprache: In der SCHKOLA wurde der Lehrplan „Nachbarschaft und Sprache“ entwickelt. Er sichert den Erwerb interkultureller Kompetenzen in der jeweiligen Nachbarsprache (Tschechisch oder Polnisch) und beinhaltet neben dem Erlernen der Nachbarsprache Lehrplaninhalte aus Geschichte, Geografie, Ethik, Musik, Kunst, Sport und Werken. Das Fach wird sowohl mit einer Note als auch verbal auf dem Abschlusszeugnis eingeschätzt.

In der SCHKOLA sind folgende Abschlüsse entsprechend der Schulart und des damit verbundenen Lehrplanes möglich:

  • Hauptschulabschluss (Berufsschulreife)
  • Qualifizierter Hauptschulabschluss (Berufsschulreife)
  • Realschulabschluss (Mittlere Reife)
  • Abitur (Hochschulreife)

 8. Rituale und Feste bilden den Rahmen für die SCHKOLA-Gemeinschaft.

„In einer so komplexen und hektischen Welt wie der, in der wir heute leben, brauchen Kinder dringend Rituale, um außergewöhnliche Ereignisse bewusst wahrzunehmen und zu verarbeiten. Von jeher gelten Rituale auch als besonders geeignet, Verhaltensweisen einzuüben, die die Gemeinschaft stärken.“ (Fritz-Schubert, 2012, S. 230). Morgen- u. Abschlusskreis sind daher für alle Kinder und Lernbegleiter verbindlich und werden altersgemäß gestaltet.
Im Laufe des Jahres finden je nach Altersgruppe verschiedene Feste/ Aktionen statt:
Gemeinsame Veranstaltungen aller Einrichtungen:

      • Eisfasching
      • Läden (Ostern,Weihnachten)
      • Tag der offenen Tür
      • Exkursionen
      • Neujahrskonzert
      • Frühlingsfest
      • Abschlussfeste zum Schuljahresende
      • Apfeltag/ Drachenfest

Kindertagesstätte:

  • Oma-Opa-Tag
  • Rodelfasching
  • Weihnachtsbasteln
  • „Seniorensingen“
  • Familiensamstag

Grundstufe:

  • Schulanfangsfest
  • Treppensingen
  • Schwimmlager

Mittelstufe:

  • Kunst-Wald-Werkenwoche
  • Go- Kurse (Gruppenorganisation) am Schuljahresbeginn

Aufbaustufe:

  • Skilager
  • Tanzschule
  • Kunstwoche
  • Paddellager
  • Radlager
  • Jugendweihefeier

Ober-/Abiturstufe:

  • Zeugnisübergabe
  • Abiball

Für Familien und Mitarbeiter:

  • Frühjahrs-und Herbstputz
  • Familienwochenende mit Partnern
  • SCHKOLA-Ball
  • Sportturniere
  • Elternstammtische

 9. Wir begleiten die Kinder ganztägig und gehen auf ihre Individualität ein.

Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und besondere Interessen. Um dem gerecht zu werden, werden verschiedene Angebote in den Alltag integriert. Die Durchführung wird von Schülern, Lernbegleitern sowie Externen übernommen und variiert je nach Standort.

Hier einige Beispiele:

  • Künstlerisch/ handwerkliche Angebote (Filzen, Basteln mit Naturmaterialien usw.)
  • Massagen
  • Sportkurse
  • Sprachkurse
  • Yogakurse
  • Chor
  • Tanz
  • Band

Jederzeit stehen den Kindern Orte zum Entspannen und/oder Lesen zur Verfügung. Die Lernbegleiter reagieren flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder mit entsprechenden Angeboten.

Öffnungszeiten

Kita
6.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Schulen
7.00 Uhr bis 16.00 Uhr

[1]                       Gelten für jedes Kind und ersetzen die Förderpläne bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
[2]                      Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Plenum.

  Körper, Geist, Seele

  • Wir haben den Anspruch, dass die Kinder in der SCHKOLA seelisch, körperlich und geistig gesund aufwachsen. Bewegung und gesunde Ernährung sind dabei wesentliche Bestandteile unseres Konzeptes.
  • Wir achten auf die Balance von Anspannung und Entspannung.
  • Die SCHKOLA legt Wert auf die Bildung eines ökologischen Bewusstseins bei den Kindern.
Körper, Geist, Seele

1. Die Kinder und Mitarbeiter werden in ihrer Einzigartigkeit angenommen und wertgeschätzt.

Wir legen großen Wert darauf, dass jedes Kind in unseren Einrichtungen in seiner Individualität gefördert und von seinen Mitschülern und Lernbegleitern anerkannt wird. Damit dies gelingt, versuchen wir uns intensiv, mit den Voraussetzungen der Jungen und Mädchen auseinander zu setzen und die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern, aber auch mit den Schwächen umzugehen. Mit der Grundeinstellung, dass jedes Kind, aber auch jeder Mitarbeiter anders ist, seine Stärken und Schwächen hat, setzen wir uns das Ziel, jeden so bei uns zu integrieren, dass er zu seiner Persönlichkeit passend die idealen Lern- und Arbeitsbedingungen vorfindet und schaffen somit einen angstfreien Raum, der das Risiko einer Überforderung und deren Folgen bei allen SCHKOLAnern vermeiden hilft.

2. Die SCHKOLA bietet vielfältige Möglichkeiten sich zu entfalten.

Wir wollen unseren Kindern und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Kreativität frei zu entfalten und ihnen die Räume zur Verfügung stellen, eigene Ideen umzusetzen. Damit dies gelingt, haben alle SCHKOLAner die Möglichkeit, Kurse anzubieten und an ihnen teilzunehmen. Wir freuen uns auch über eine intensive Beteiligung seitens der Eltern.

3. Die Tagesstruktur berücksichtigt individuelle Erfordernisse.

Große Berücksichtigung findet bei uns ein altersgerechter, individueller Umgang mit den Kindern. Daher erfolgt die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themen vom Kindergarten bis Ende der Mittelstufe möglichst ganzheitlich und fächerübergreifend in Form von Tages- und Wochenplänen. Dadurch lernen die Kinder, sich ihre Zeit bewusst einzuteilen. Ab der Oberstufe werden Fach- und Kurspläne eingesetzt, die spezifische Bereiche intensivieren sollen. Während der Lernzeit haben die Kinder auch die Möglichkeit, sich in den Räumen frei zu bewegen und sich die Lernzeit selbst einzuteilen. Durch das selbstständige Verwenden von Lern- und Spielmaterialien an unterschiedlichen Orten, sind die Kinder immer gefordert, sich zu bewegen. Alle Kinder sind angehalten mindestens einmal am Tag unsere – auf Körper- und Bewegungserfahrung konzipierten Außengelände – zum Entspannen aufzusuchen. Wir verzichten auf Hausaufgaben .

4. Die Kinder setzen sich aktiv mit Ernährung als Grundbaustein für das Leben auseinander.

Durch unsere eigenen Küchen ermöglichen wir den Kindern eine aktive Teilnahme an der Essenszubereitung. Dadurch lernen sie einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln von Anfang an. Wir fördern dabei die Verwendung von regionalen, saisonalen und biologischen Produkten. Gleichzeitig werden aus Lebensmitteln „Lernmittel“. In allen unseren Einrichtungen werden von unseren Kindern regelmäßig, je nach institutioneller Voraussetzung, die Speisen selbst zubereitet und serviert. Dies ist ein festes Ritual in unserer Tages- und Wochenplanung. In unseren Einrichtungen befinden sich Gärten, die von den Kindern und Mitarbeitern bewirtschaftet werden.

5. Die SCHKOLA setzt sich für den aktiven Umweltschutz ein.

Wir achten bewusst von Anfang an darauf, die Kinder aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. In unseren Einrichtungen sind einheitliche Mülltrennsysteme vorhanden. Das Verständnis für einen bewussten Umgang mit Energie ist bei uns Alltag. Spielerisch lernen sie, warum man das Wasser nicht laufen lässt, elektrische Geräte nicht auf Standby bleiben sollen und kein Papier verschwendet wird. Unsere Mitarbeiter sind angehalten, unnötige Kopien zu vermeiden und vorrangig biologisch abbaubare Mittel zu verwenden, um als Vorbild zu fungieren. An allen Standorten kommt Ökostrom zum Einsatz, in Ostritz wird mit Fernwärme geheizt und in Hartau mittels Pellets. Regelmäßig wird von den Kindern Altpapier gesammelt. Unsere Einrichtungen beteiligen sich erfolgreich an verschiedenen Umweltprojekten und haben schon mehrere Auszeichnungen erhalten. Umweltschutz spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle bei unseren Projekttagen in unserer eigenen Bildungs- und Begegnungsstätte in Jonsdorf.

 Weltoffenes Lernen/ Nachbarschaft und Sprache

  • Die SCHKOLA fördert bei jedem Kind die Begegnung mit Kindern aus den Nachbarländern Tschechien und Polen. 
  • In der SCHKOLA wachsen die Kinder von Anfang an mit der Nachbarsprache Tschechisch oder Polnisch auf.
  • Die SCHKOLA ermöglicht eine globale Orientierung.
Weltoffenes Lernen/ Nachbarschaft und Sprache

1. Das VERTRAUTE FREMDE: Wir BEGEGNEN uns und lernen uns KENNEN.

Zur SCHKOLA gehört eine weltoffene Erziehung und der Grundsatz: Voneinander lernen und miteinander leben. Alle Kinder unabhängig ihrer sprachlichen Herkunft werden aufgenommen. Die SCHKOLA hat ein internationales und interkulturelles Mitarbeiterteam. Wir pflegen weltweite Kontakte zu anderen Bildungseinrichtungen zum Zweck des Austausches bzw. der Hilfe.

2. Von der Kita bis zu den weiterführenden Schulen hat jede (Lern-)Gruppe eine Partnergruppe in einer Kita bzw. Schule im Nachbarland Tschechien oder Polen.

Die Begegnung mit den Partnergruppen findet regelmäßig statt. Zum einen als Gastgeber und auch als Gast erleben die Kinder die Kultur des Nachbarlandes. Sie entdecken mit Neugierde und Interesse die Besonderheiten Polens und Tschechiens und vertiefen das Vertrauen in das „Fremde“ durch Exkursionen in das jeweilige Nachbarland.
Die Nachbarsprache wird durchgängig ab dem Kindergarten bis zur 12. Klasse erlernt. Die Sprachvermittlung erfolgt vorrangig durch Muttersprachler.
SCHKOLA Hartau Tschechisch ab Klasse 1
SCHKOLA Ostritz Polnisch ab Klasse 1
SCHKOLA Lückendorf Tschechisch nach Immersionsmethode ab 3 Jahren
SCHKOLA Oberland Tschechisch ab Klasse 1, Polnisch ab Klasse 7

Wir arbeiten eng mit folgenden Einrichtungen zusammen, die mit uns den trinationalen Schulverbund SCHKOLA bilden:
• Studánka Jablonné v Podještědí, CZ
• ZŠ Lidická Hrádek nad Nisou, CZ
• Základní Škola Pastelka, O.p.s., CZ
• Základní Škola U Nemocnice, Rumburk, CZ
• Publiczna Szkoła Podstawowa nr 5, PL
• Zespół Szkoły Podstawowej i Gimnazjum, Działoszyn, PL
• Maria-Skłodowska-Curie-Lyzeum, Bogatynia, PL

Es finden regelmäßige Treffen der Pädagogen zur Planung, Organisation und Reflexion statt, um den verschiedenen Lernsystemen gerecht zu werden.

3. Nachbarschaft und Sprache findet auf verschiedenen Ebenen statt.

Nachbarschaft und Sprache ist angepasst an die örtlichen Bedingungen und die Altersspezifik.
Medial Kultur, Sport und Geschichte Gemeinschaft
Theater Bräuche und Feste im Jahreskreis Alltagsgewohnheiten
Kino Neujahrskonzert Schüleraustausch
Filme Eisfasching Auslandsaufenthalte
Bücher Frühlingsfest Partnerschaften
Arbeitsmaterial (Zeitschriften, Werbung, Flyer, Stadtpläne etc.) thematische Wochen (Schwimmen, Ski fahren, Kunst, Musik) Begegnungstage
moderne Technik Wettbewerbe Projekttage
Sportfeste (Tages)ausflüge
Isergebirge, Berlin, Cottbus, Dresden, Prag, Liberec, Wroclaw, Bogatynia, Alpen, Riesengebirge, Hrádek nad Nisou, Rumburk, Zittauer Gebirge, Sächsisch-Böhmische Schweiz,…

4. Nachbarschaft und Sprache bezieht aktiv die Familien mit ein.

Durch familiäre Toleranz und Unterstützung werden Grenzen überwunden. Die SCHKOLA fördert dies durch das Anbieten von Sprachkursen, Tandemkursen, gemeinsamen Exkursionen, Sportturnieren u. a.
5. Die SCHKOLA fördert globales Lernen: Der Blick über den Tellerrand.
„Globales Lernen ist eine pädagogische Antwort auf globale Entwicklungs- und Zukunftsfragen und Kernbestandteil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.“ (Boosen; S. 3) Die SCHKOLA bietet den Kindern und Eltern verschiedene Möglichkeiten und Angebote, um sich mit den weltweiten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zusammenhängen kritisch auseinanderzusetzen. Durch Patenschaften und Spendenakquise hilft die SCHKOLA u. a. beim Aufbau der Gaiatree-School in Orissa (Indien).
Wir fördern Auslandsaufenthalte für unsere Schüler, z. B. in Schweden, Griechenland, Tschechien, den Niederlanden, Polen, Indien und Großbritannien.

Lebensoffenheit & Praxis

  • In der SCHKOLA erfolgt das „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ .
  • SCHKOLA gestaltet die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungs-prozessen und ist Teil dieser. 
  • SCHKOLA schafft den Rahmen für praktische Erfahrungen für die Lernenden jeden Alters
Lebensoffenheit & Praxis

1. SCHKOLA fördert die Entwicklung der Heranwachsenden mit allen Sinnen.

Die Ganzheitlichkeit der SCHKOLA gründet auf der Einheit von geistiger, körperlicher und seelischer Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen. Im Lernprozess wird den verschiedenen Lerntypen die Möglichkeit gegeben, ihren eigenen Lerntyp herauszufinden und ihn anzuwenden.
Die Praxis gilt in der SCHKOLA als ein Grundprinzip des Lernens und ist fester Bestandteil unserer Arbeit in allen Altersstufen. Lernwelten und Unterrichtsfächer werden zu Wissens- und Erlebnisbereichen verknüpft und anhand lebensnaher Beispiele erprobt und erfahren.
Im Bereich der Kita erleben die Kinder ihre Umwelt überwiegend spielend, im Handeln. Nach dem Grundsatz BEGREIFEN kommt von GREIFEN (Anfassen) werden erste Voraussetzungen für das weitere lebenslange Lernen geschaffen und immer wieder darauf zurückgegriffen. Dies kehrt im Lernprozess stets wieder.
Somit beginnt in der Kita die Sinnesschulung mit Wahrnehmungsschulung. In der Unter- und Mittelstufe erfolgt die Sinnesschärfung und in der Ober- und Abiturstufe werden die erworbenen Sinneserfahrungen bewusst und unbewusst eingesetzt, um entsprechende Ziele zu erreichen. Ein gesundes Körpergefühl ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit.

2. SCHKOLA organisiert ein lebensoffenes und praktisches Lernen für jedes Alter und ermöglicht mit vielseitigen praktischen Angeboten von klein auf die Entwicklung von unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Krippenstufe: Eigenwahrnehmung
Kindergartenstufe: Sinnesschule, Gartenpflege, Arbeit in Kinderwerkstatt,…
Grundstufe: Sinnesschule, Landschafts- und Gartenpflege, themenbezogene handwerkliche bzw. künstlerische Tätigkeiten, Handarbeit, Hauswirtschaft, Küchendienst, SCHKOLA-Laden, Waldtage
Mittelstufe: Sinnesschule, Landschafts- und Gartenpflege, themenbezogene handwerkliche bzw. künstlerische Tätigkeiten, Handarbeit, Hauswirtschaft, Küchendienst, Werken, SCHKOLA-Laden, Waldtage, mehrtägige Ausflüge nach Jonsdorf (Kunst-Wald-Werkentage/GO-Kurs „Gruppenorganisation“)
Aufbaustufe: Ab der Oberstufe sammeln die Schüler im Praxisunterricht und in betrieblichen Praktika berufs- und studienorientierende Erfahrungen, schulnahes Praktikum, PU/PAL
Ober-/Abiturstufe: SCHKOLA ermöglicht den Schülern in der Abiturstufe wissenschaftlich-praktisches Arbeiten.
Darüber hinaus sind wir Ausbildungsbetrieb (Küche, Büro, Lehramtsausbildung, berufsbegleitende Ausbildung).
Lebendige, gemeinschaftliche Ereignisse in Kita oder Schule, Theatervorführungen, Praktika, Musicalaufführungen, Raumgestaltungen u.v.m. ermöglichen eine aktive Teilnahme jedes Kindes/Jugendlichen entsprechend seines Entwicklungsstandes. Dadurch werden diese gefördert und gefordert und das Gesicht der SCHKOLA geprägt.

3. SCHKOLA realisiert den Praxisbezug im ganztägigen Lernen und in Projekten, auch unter dem Einbezug externer Partner.

In der SCHKOLA haben beim Lernen und Leben viele praktische Tätigkeiten ihren Platz. Sie dienen zum einen als Ausgleich zur geistigen Arbeit, zum anderen auch zur Förderung von Kreativität und dem Erleben von eigenen Freiräumen und eigener Ausdrucksweise. Daher ist es für uns wichtig, viele externe Partner und Praktikanten in diesen Prozess einzubeziehen. Das geschieht auf verschiedene Art und ist u.a. abhängig von den Interessen, Neigungen und Wünschen sowohl der Kinder und Jugendlichen, Eltern als auch der Lernbegleiter. Die SCHKOLA legt daher Wert darauf, dass die meisten Angebote von externen Partnern durchgeführt werden und mit verschiedenen Organisationen der Region aktiv zusammengearbeitet wird (z.B. Hillersche Villa, Kreismusikschule, School of Rock, Bibliotheken, Hochschulen).
Für praktische Tätigkeiten nutzt die SCHKOLA auch regionale Feste und Veranstaltungen, Seniorenbetreuung, interne Weiterbildungen (z.B. SCHKOLA-Bildungskongress), Einbeziehung von Kompetenzen der Eltern u. a. Ehrenamtlichen.
Gleichfalls organisieren die Kinder und Jugendlichen mindestens zweimal im Jahr (Ostern und Weihnachten) ihren eigenen Laden mit eigenen Produkten, den SCHKOLA-Laden.

4. In der SCHKOLA wird Praxis in der Oberstufe als Unterrichtsfach PU in Verbindung mit umfangreichen Praktika realisiert.

Das Fach Praxisunterricht übernimmt vor allem die Aufgabe, den Jugendlichen eine komplexe, tätigkeitsorientierte und ergebnisgesicherte Auseinandersetzung mit lebensnahen Sachverhalten und Vorgängen zu fördern, sowie deren Auswirkungen zu erfahren.
Der Praxisunterricht (PU) in der SCHKOLA bindet den Informatikunterricht ein und ersetzt den Profilunterricht bzw. die Neigungskurse in der Sekundarstufe I. Mit dem Erreichen der Oberstufe beginnt die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Berufs- und Studienfindung.
Der Praxisunterricht ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, auf die die Jugendlichen mit Beginn der Oberstufe vorbereitet werden:

I Kunst & Handwerk
II Veranstaltung & Interkultur
III Medien & Kommunikation
IV Helfen & Betreuen
V Kaufen & Verkaufen
VI Kochen & Backen

Während der Einstiegsphase in die Oberstufe lernen die Jugendlichen verschiedene berufliche Aufgabenfelder kennen und üben sich in den Elementen der Projektmethode nach Kilpatrick , anhand überschaubarer, zeitlich begrenzter projektähnlicher Aufgabenstellungen verschiedener Inhalte . In der zweiten Phase beginnt die Berufsorientierung und –beratung (gemeinsam mit der Agentur für Arbeit), sowie das Entwickeln einer Projektarbeit innerhalb des Projektteams: Erörterung von Problemstellungen, Ideenfindung, Lösungsansatz. In dieser Phase erfolgt ein 14-tätiges schulnahes Praktikum. Daran schließt sich das Praktikum PrAxis erLeben (PAL) an. Zu Beginn des letzten Jahres der Oberstufe findet ein vierwöchiges Praktikum in einem Unternehmen der Wahl statt, welches für ein halbes Jahr einmal in der Woche fortgesetzt wird. Somit erleben die Jugendlichen bereits das duale Ausbildungssystem. Des Weiteren setzen sie die Projektarbeit des Unterrichtsfaches PU fort.
Im abschlussbezogenen Jahrgang 10 erfolgt die Präsentation des Gesamtergebnisses zusammen mit einer Dokumentation. Ausgehend von der Problemstellung findet die Verteidigung statt, die einen regulären Prüfungsstatus genießt. Dadurch erhält das Projekt eine zusätzliche gesellschaftliche Wertschätzung.
Im Vorbereitungsjahr auf das Abitur erfolgt ein drei- oder mehrmonatiges Praktikum. Dazu suchen sich die Jugendlichen Praktikumsstätten, die eine Studienorientierung ermöglichen, bzw. Auslandsaufenthalte für das Erleben von Interkultur und Spracherwerb. In der Abiturstufe verbringen die Jugendlichen innerhalb eines feststehenden Zeitraumes wöchentlich einen Teil ihrer Lern- und Arbeitszeit in Firmen oder sozialen Einrichtungen. Dabei erleben sie ihre Tätigkeit eingebunden in wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge. Durch das Erwerben technischer, handwerklicher, sozialer, medialer und künstlerischer Fähigkeiten wird ihnen die Bedeutsamkeit ihrer Tätigkeit innerhalb der Gesellschaft bewusst.

5. SCHKOLA ist in der „Euroregion Neisse-Nisa-Nysa“ verwurzelt und stärkt durch Exkursionen und Besichtigungen die Heimatverbundenheit.

Das praktische Lernen hat seine hohe Bedeutsamkeit auch im Bereich Nachbarschaft und Sprache und der Umsetzung der Inhalte vom Bildungs- und Lehrplan Sachsens im gemeinsamen praktischen Tun. Der Schulverbund ist dabei regional tätig. Alle Standorte des Schulverbundes haben eine besondere umweltrelevante Ausrichtung, mit entsprechenden Forschungsaufgaben, z.B. SCHKOLA Hartau: Wasser; ZS U Nemocnice: Müllvermeidung.
Weiterhin werden für alle Altersstufen an deutschen, tschechischen bzw. polnischen Themen orientierte praktische Wochen angeboten. Die Durchführung ist abhängig vom Personaleinsatz und den finanziellen Mitteln und variiert daher jährlich (u.a. Kunstwoche, Umweltwoche, Musikwoche, PrimaKlima,…).

Raum als dritter Pädagoge

  • Jeder (Lern-)Raum in der SCHKOLA ist in erster Linie Lebensraum.
  • Die Räume der SCHKOLA sind von einer Willkommenskultur geprägt. 
  • Alle sollen sich in den Räumen wohlfühlen und übernehmen dafür die Verantwortung.
Raum als dritter Pädagoge

1. Die SCHKOLA-Räume verbreiten eine anregende Atmosphäre.

In den Räumen bestehen funktional unterschiedliche Bereiche, die einen individuellen Umgang mit Dingen zum Lernen möglich machen.
Beispielhaft dafür sind Lesezelte oder Bastelecken, aber auch Lernregale mit den Materialien zur individuellen Nutzung. Dadurch erhält jeder Raum ein unverwechselbares Gesicht, das von der Individualität der Kinder und Jugendlichen geprägt ist.
Neben den Gruppenräumen sind auch die Funktions- und Fachräume (z.B. Snoozelraum, Bibliotheken, Chemielabor, Physikraum, Küche) ohne festgefügte Sitzreihen gestaltet.
Durch die Gestaltung und Nutzung der Flure erfährt der Lernraum eine Erweiterung.
Die Einteilung der Räume ist strukturiert, freundlich und überschaubar, einladend mit Wohlfühlcharakter für Lernende und Lernbegleiter.

2. Der Raum umfasst das gesamte SCHKOLA-Gelände und dessen Umfeld.

Die Wegweiser in den SCHKOLA-Häusern sind viersprachig (deutsch, englisch, tschechisch und polnisch). Dies dient neben dem sprachlichen Input auch der Orientierung der Eltern, Großeltern oder Besucher. Die SCHKOLA versucht sowohl innerhalb als auch außerhalb (auf dem Gelände) Bedingungen zu schaffen, die ALLEN gerecht werden.

3. Kinder, Mitarbeiter und Gäste sollen sich wohl fühlen.

Die Räume sind unter Mitwirkung der Gruppe so gestaltet, dass sich deren Mitglieder, gemäß ihrer Altersstufe, wohlfühlen können. Gleichzeitig übernehmen die Kinder/Jugendlichen und die Mitarbeiter Verantwortung für Ordnung und Sauberkeit. Damit ist die Zielstellung verbunden, ein Gefühl des Aufgehoben-seins, des Sich-zu-Hause-fühlens zu erzeugen. Die Teppiche in den Räumen vermitteln dabei ein Wohlgefühl.
Wir leben eine Willkommenskultur, die Berührungsängste reduziert und überwinden hilft. Deshalb sind die SCHKOLAs offene Gebäude.

4. Der Raum ermöglicht bewegtes Lernen.

Einzeltische aus Holz bieten die Möglichkeit je nach Situation die Sozial- und Lernform zu arrangieren.
Neben den Tischen kann auch der Teppich als Arbeitsfläche dienen, dadurch besteht die Möglichkeit auch in entspannter Haltung auf dem Boden zu arbeiten.
Individuelle Sitzordnungen werden mit Möbeln ermöglicht, die frei beweglich sind und je nach situativem Bedarf in dem Raum umgestellt werden können.
Auch die Turnhalle, Spielplätze und Parkanlagen bis hin zum Lausitzer Bergland gehören zum Lernraum der SCHKOLAner!

5. Die SCHKOLA bietet den Schülern Freiräume für Freiräume.

Der Freiraum ist der Bruder der Gedankenfreiheit. Um zu Lernen bedarf es der Chance des Ausprobierens. Dadurch werden Freiräume geschaffen, die schöpferische Ideen möglich machen.
Die Altersmischung in Kita, Grundstufe, Mittelstufe und Oberstufe fördert die Neugierde durch die verschiedenen Materialien im Raum.
Individuelle Pausengestaltung birgt die Chance, Strategien der Erholung zu testen. Rückzugsmöglichkeiten bei Bedarf helfen Spannungsmomente zu reduzieren und sind ein unerlässliches Element des friedlichen Umgangs miteinander.
Mit zunehmendem Alter und Verantwortungsbewusstsein werden die Freiräume in bestimmten Bereichen größer, bzw. werden die Bereiche größer, die beschritten werden.

Werte in der SCHKOLA

  • Höflichkeit 
  • Offenheit 
  • Respekt 
  • Vorbild sein 
  • Wertschätzung 
  • Partizipation

Leitfaden Begegnung: Lernen und Leben in der SCHKOLA

I. Das Zusammenleben in der SCHKOLA
II. Grundsätzliche Regelungen
II/I Recht auf Persönlichkeit und Vertrauen
II/II Nachhaltigkeit
II/III Ordnung und Sauberkeit
II/IV Umgang mit SCHKOLA- und Privateigentum
II/ V Auftreten in der Öffentlichkeit
III. Mitgestaltungsgremien
IV. Konfliktregelung in der SCHKOLA: Konflikte Leben!

Die SCHKOLA ist ein Ort der Besinnung, der Achtung, der Kreativität, der Freude, des Spiels und des Lernens. Unser Leitfaden „Begegnung: Lernen und Leben“ ist Bestandteil des Vertrages und gemeinsame Willensbekundung für das Zusammenleben in der SCHKOLA.

I Das Zusammenleben in der SCHKOLA

I Das Zusammenleben in der SCHKOLA

Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit ist die Konzeption der SCHKOLA. Die SCHKOLA ist Lern- und Lebensort für viele Menschen unterschiedlichster Altersgruppen. Das Zusammenleben ist durch Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und partnerschaftliches Miteinander bestimmt. Höflicher Umgang ist Ausdruck der Wertschätzung des Anderen.
Wir leben in einer geographischen Grenzregion. Diese Besonderheit spielt im interkulturellen Konzept der SCHKOLA eine bedeutende Rolle. Durch die grenzüberschreitende Ausrichtung der SCHKOLA kommen Kinder, Jugendliche und pädagogische Mitarbeiter aus den Nachbarländern hinzu. Sie sprechen eine andere Sprache, gehören einer anderen Kultur an und leben in einem anderen Land. „Voneinander lernen Miteinander leben“ bedeutet für uns die Wertschätzung des Fremden sowohl in der Rolle als Gast als auch als Gastgeber.
Die Kinder und Jugendlichen erfahren in der SCHKOLA, dass Spiritualität das Leben bereichern kann und ganzheitlich gelernt wird. Im Zusammenleben lernen die Kinder, dass jeder in seiner Verschiedenheit geachtet wird, Inklusion gelebt wird.

Der Leitfaden wurde mit den Mitarbeitern, Eltern, den Kinder und Jugendlichen beraten und beschlossen.
Du möchtest Kind oder Jugendlicher unserer SCHKOLA sein. Du möchtest Elternteil der SCHKOLA sein.

Mit einer Unterschrift erkennst du an, dass der Leitfaden für Dich und uns verbindlich ist.

II Grundsätzliche Regelungen

II Grundsätzliche Regelungen

II/I Recht auf Persönlichkeit und Vertrauen

Jeder wird in seiner Individualität geachtet und ernst genommen. Dazu ist ein vertrauensvolles Miteinander notwendig. In den Lernteams kennen sich die Lernbegleiter und Kinder bzw. Jugendlichen untereinander gut. Die gegenseitige Anrede mit „Du“ verstehen wir unter anderem als Mittel, dass alle gern und ohne Angst in die SCHKOLA gehen können. Es wird niemand seelisch oder körperlich verletzt oder ausgegrenzt.
Kommunikation und Kooperation sind die wichtigste Säulen des Miteinanders und Garant für harmonisches Zusammenleben. Respekt und Achtung voreinander zeigen sich unter anderem darin, dass eine kooperative und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kindern/Jugendlichen und Lernbegleitern besteht. Gegenseitige Achtung und Hilfe prägen den Schulalltag.

II/II Nachhaltigkeit

Für uns ist der sparsame Umgang mit Ressourcen aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen wichtig. Die Kinder und Jugendliche erlernen eine nachhaltige Lebensweise. Dabei kommt u.a. vor allem dem Stromverbrauch, der Beleuchtung- und dem Wasserverbrauch, der Heizung/ Lüftung, der Ernährung, dem Lärm, dem Strahlenschutz und dem Papierverbrauch eine besondere Bedeutung zu. Z.B. Strom: während des Tages unnötige Beleuchtung ausschalten (Flure, Pausenräume, nicht genutzte Lernräume); elektrische Geräte nicht unnötig angeschaltet lassen (z.B. Computer)
Heizung: Regelmöglichkeit der Thermostatventile nutzen, Fenster in der Heizperiode nicht ständig geöffnet halten (Stoßlüftung)

II/III Ordnung und Sauberkeit

Ein gepflegtes und freundliches Erscheinungsbild unserer SCHKOLA-Einrichtungen ist eine wichtige Voraussetzung für unser Wohlbefinden. Es ist für alle Beteiligten selbstverständlich anfallenden Müll in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Unser Ziel ist es Müll zu vermeiden.
Es gilt der Grundsatz: Alle Menschen haben ein Recht auf ein sauberes Umfeld und die Pflicht sich dafür einzusetzen. Besonders in den sensiblen Bereichen Sanitär und Garderoben ist darauf zu achten.
II/IV Umgang mit SCHKOLA- und Privateigentum
Ein pfleglicher Umgang mit Privateigentum und Gegenständen sowie Räumlichkeiten ist selbstverständlich. In der Begegnung miteinander kann es vorkommen, dass Gegenstände der SCHKOLA beschädigt oder beschmutzt werden. In solchen Fällen bekennt sich der Verursacher und entschuldigt sich. Die beschädigten Sachen sind zu reparieren, zu reinigen bzw. zu ersetzen. Auch kann er aus erzieherischen Gründen innerhalb oder auch außerhalb der Lerngruppe zu besonderen Aufgaben herangezogen werden. Der verursachte Schaden wird selbstständig gemeldet oder bei der Aufklärung der Schäden wird mitgewirkt

II/ V Auftreten in der Öffentlichkeit

Die SCHKOLA sind Einrichtungen/ Schulen in freier Trägerschaft und werden in besonderem Maß von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Jeder Einzelne trägt durch sein Auftreten zum Ruf der SCHKOLA bei. Der Leitfaden sollte nicht nur das Leben in der SCHKOLA, sondern auch außerhalb bestimmen. Die Inhalte des Leitfadens sind auch außenwirksam durch alle zu vertreten.
In den SCHKOLA – Schulen und auf dem Schulgelände besteht Rauch-, Alkohol- und Drogenverbot. Die Vorbildwirkung aller Erwachsenen wirkt erzieherisch auf die Kinder und Jugendlichen.

III Mitgestaltungsgremien

III Mitgestaltungsgremien

Die Fördervereine der jeweiligen SCHKOLA bilden die Elternvertretung und ersetzen die an staatlichen Einrichtungen/ Schulen üblichen Elternräte und die Schulkonferenz. In ihnen ist die Elternschaft vertreten und organisiert. Die Fördervereine beteiligen sich aktiv am schulischen und außerschulischen Leben. Eine Mitgliedschaft mindestens eines Elternteils im Förderverein ist daher angestrebt. Für die gemeinsame Arbeit an den Schulen und der Fördervereine werden Einsatzstunden von den Familien geleistet. Die Fördervereine organisieren und verwalten diese nach eigenem Ermessen.
Außerdem können Eltern im Freien Schulträgerverein e.V. und im Beirat der ‚SCHKOLA’ gGmbH vertreten sein.

IV Konfliktregelung in der SCHKOLA: Konflikte Leben!

IV Konfliktregelung in der SCHKOLA: Konflikte Leben!

Das Konzept der SCHKOLA ist darauf ausgelegt mit Meinungsverschiedenheiten, Problemen und Konflikten positiv und offen umzugehen. Im Schulleben entstehen manchmal Spannungen, die sich zu Konflikten entwickeln können. Wir nehmen Konflikte ernst, nehmen sie an und arbeiten gemeinsam an deren Lösung.
Dazu gilt es bestimmte Regeln einzuhalten und zu beachten. Nachsicht, Vertrauen und Toleranz sind die Grundlage.

Die wichtigste Form der Konfliktbewältigung ist das gemeinsame Gespräch.

Konflikte (z.B. Streit mit anderen, Beschädigung von Sachen, Verletzungen) werden grundsätzlich mit den Betroffenen gelöst, bei Bedarf zusammen mit dem entsprechenden Lernbegleiter. Sollte eine Lösung nicht möglich sein, sind die Teamleiter und/ oder der Förderverein, dann die Schul- und Geschäftsleitung einzubeziehen und um Vermittlung zu bitten. Das gemeinsame Gespräch ist der erste Schritt. Als Möglichkeiten der Konfliktbewältigung zwischen der Schule und Elternhaus gibt es das Lernbegleiter- Eltern – Gespräch, den Elternstammtisch und den Elternabend.

Kurzform des Leitfadens für Schüler

KURZFORM Leitfaden

  1. Ich bin höflich, partnerschaftlich, offen, verständnisvoll, ehrlich und herzlich gegenüber allen Personen in der SCHKOLA und den Schülern und Mitarbeitern unserer Partnerschulen in Tschechien und Polen.
  2. Meine Lernbegleiter sind Partner. Wir sprechen uns mit „Du“ an.
  3. Ich achte Jeden, verletze Niemanden seelisch oder körperlich.
  4. Ich lege Streitigkeiten friedlich bei. Dazu nutze ich das Gespräch.
  5. Ich löse Probleme in der Lerngruppe. Gelingt mir das nicht, suche ich das Gespräch mit der Teamleitung und /oder der Schulleitung.
  6. Ich gehe pfleglich mit Schul- und Privatsachen um, melde Schäden sofort und beseitige sie.
  7. Ich halte überall Ordnung und Sauberkeit (insbesondere auf den Toiletten und den Garderoben).
  8. Ich gehe sparsam mit Strom, Wasser und Wärmeenergie um und trenne den Müll.
  9. Die Inhalte des Leitfadens vertrete ich auch außerhalb der SCHKOLA.

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