Was macht ein weißer Hund im Wald von Schneewittchen?

Das Schuljahr 2017/18 startete für die Arthur-Gruppe mit einem ganz besonderen Projekt. Wir wollten lebensgroße Puppen bauen, damit Theater spielen und die Einnahmen als unseren Beitrag zur Spendensammlung für eine Outdoor-Murmelbahn im Garten der SCHKOLA Hartau verwenden.  Ende November war das Finale.

Erste Phase (August): Beschluss, Planung und Bau der Pappmache-Körper

Bereits in der ersten Schulwoche erzählte ich den Kindern von meiner Idee: lebensgroße Puppen bauen. Gleich kam von einigen der Vorschlag ein Theaterstück zu spielen. Aber so weit waren wir ja noch lange nicht. In der zweiten Schulwoche startete dann der erste Basteltag. Welche Figuren wollten die Kinder bauen? Zwerge, ein Schneewittchen, einen Zauberer, ein Rapunzel, eine Hexe und einen weißen Hund! Was könnte das denn für eine Geschichte werden?

Immer freitags bauten wir nun an den Puppen. Dazu verwendeten wir große Pappröhren. Beim ersten Elternabend erzählte ich von unserem Plan. Ich gewann einige geschickte Eltern, die sich zutrauten, Kostüme für die Puppen zu nähen. In den folgenden Wochen entstanden in drei Kleberunden die Köpfe der Puppen. Danach wurden die Gesichter angemalt und aus Wolle Haare hergestellt. Damit war die erste Arbeit der Kinder beendet

Impressionen 1. Phase

Zweite Phase (September): Nähen der Kostüme nach den Wünschen der Kinder – mit Eltern und mit Kindern

Solche Puppen hatte noch keiner von uns gemacht. Und so machten sich einige Muttis und ich auf den „Lernen durch Probieren“-Weg. Regelmäßig tauschten wir uns über die Fortschritte aus und gaben die Tipps an die anderen weiter. Beim Stammtisch wurde lange beraten. Der erste Zwerg war fertig und konnte begutachtet werden. Auch ein Termin für eine Aufführung musste gefunden werden. Einige Eltern wollten zu Hause in Ruhe das Kostüm für die Puppe ihres Kindes nähen. Andere verabredeten sich zu einem Nähnachmittag. Da konnten sogar einige Kinder mitmachen. Mit Trubel und viel Spaß entstanden so 6 fertige Puppen. Der Zeitplan lief gut. Nun mussten bis zur ersten angesetzten Probe auch die anderen Puppen fertig sein.

Impressionen 2. Phase

Dritte Phase (Oktober/November): Ein Theaterstück entsteht

Da hatten wir also 7 Zwerge, ein Schneewittchen, eine Königin, einen Zauberer, eine Hexe, ein Rapunzel und einen weißen Hund. Mit diesen Figuren überlegten wir uns nun den „roten Faden“ für eine Geschichte. Es wurden keine Texte geschrieben. Alles wurde inhaltlich durchgesprochen und durch improvisiertes Spiel zum Leben erweckt. Die Kinder testeten ihre Rollen zuerst ohne Puppen, um die körperliche Erfahrung des Spiels zu machen. Nach und nach kamen Teile der Bühne und Requisiten dazu. Dann kam der große Augenblick: „Warmup“ mit den Puppen. Wir tanzten durch den Raum, machten Blödsinn und liefen eine Polonaise. So gewöhnten sich die Kinder an das Tragen der riesigen Puppen und das Spiel begann.

Impressionen 3. Phase

Finale

Am 29.11.2017 war es dann soweit. Geplant war ein gemütlicher Vorabend mit Theaterspiel und weihnachtlichem Kaffee trinken. Eltern, Großeltern und Freunden wurden eingeladen. Als es dann 80 Anmeldungen gab, wurde mir ganz schön mulmig. Zum Glück planten die Eltern das Essen und die Getränke reichlich. Viele Helfer bereiteten die Tafel vor und genügend Helfer räumten am Ende wieder auf. So konnten die Kinder und ich uns ganz auf die Premiere konzentrieren. Alles lief gut. Die Kinder waren gespannt und spielten mit Begeisterung ihre Rollen. Die Gäste dankten es mit einem riesigen Applaus und einer Spendentüte von 230 €.

Impressionen des Finales

Und damit die umfangreiche Arbeit auch vielen Zuschauern Freude bereitet, haben wir noch zwei weitere Auftritte geplant. Wir werden den Schülern der SCHKOLA Hartau sowie den Kindern vom Lückendorfer Zwergenhäus´l vorspielen, was der weiße Hund im Wald von Schneewittchen erlebt.